Johannistag - 27. Dezember

Segnung des Johannisweines
 

   

Johannes war Apostel und Evangelist. Er war der Bruder des Apostels Jakobus. Beide hatten den Spitznamen „Donnersöhne“. Johannes beizeichnete sich selbst als den „Jünger, den Jesus liebte“. Sein Evangelium fasst er zusammen in dem einen Satz: „Sosehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn dahingab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben.“

 
       
   

 

Am Gedenktag des hl. Apostels Johannes wird bei der hl. Messe der Johanniswein gesegnet.

 

 
Warum die Weinsegnung am Johannistag?

 

Der Legende nach soll Johannes vergiftet werden. Man reichte ihm einen Becher mit einem giftigen Getränk. Er trank und es schadete ihm nicht.

Ein anderer Grund liegt darin, dass Jesus - nach Johannes – sein öffentliches Wirken mit dem Weinwunder bei der Hochzeit zu Kana begann. Mit Jesus beginnt die messianische, hoch-zeitliche Zeit, in der sich Gott mit dem Menschen vermählt.

In der römischen sowie in der altgermanischen Religion gab es das Trankopfer zu Ehren gewisser Götter. Im christlichen Mittelalter entwickelte sich daraus der Brauch, „auf  die Namen der Heiligen“ zu trinken. Bei der Weinweihe zum Johannistag wurden die Gläubigen aufgefordert: „Bibe amorem Sancti Johannis in nomine patris…!“ „Trink die Liebe des heiligen Johannes, im Namen des Vaters…!“ Man nannte das  Minnetrinken.

     


Nach der hl. Messe lädt der Herr Pfarrer die Messbesucher zur Verkosten in den Pfarrsaal ein.

Wolfgang Fank

 
  dechantskirchen@graz-seckau.at